The Nosing Club Whiskytasting

Go Get Ya Dram!


Scottish Eggs

Diese wunderbare Kulturleistung findet man bisweilen in schottischen Pubs, und man sollte sie probieren! Denn sie passen als kleiner aber spektakulärer Snack zu Ale, Porter und Whisky, man nennt sie auch schottische Tapas! 

Wir haben dieses schottische Kleinod für Sie nachgekocht und herausgefunden, dass sie nicht vor Fett triefen müssen, problemlos als Fingerfood taugen und herrlich variierbar sind! Sie kommen mit wenigen, leicht zu beschaffenden Zutaten aus und sind ruckzuck zubereitet!

Im Grunde genommen braucht man vor allem Eier und Wurstbrät, also z.b. ein paar ungebrühte Grillwürstchen.

Zutaten


4

Ei(er), hart gekocht (ca. 10 Min.)

1

rohes Ei, Eiwiß und Eigelb getrennt

250g

Wurstbrät (z.B. aus rohen Grillwürstchen)

100g

Semmelbrösel

2 EL

Semmelbrösel

1

Zwiebel (fein gehackt oder besser: gerieben)

1-2 EL

 fein gehackte Petersilie

sowie

Salz, Pfeffer und Muskat




Zubereitung

Zunächst die Eier kochen, mit kaltem Wasser abschrecken und gut abkühlen lassen. Dann schälen. Für den Hackfleischmantel zunächst das Brät aus den Würstchen drücken - das ist der schottische Teil, ein wenig grob und eklig muss es schon sein! 

Die Zwiebel reiben, das rohe Ei trennen, die Petersilie hacken. Dann Zwiebel, 2 EL Semmelbrösel, Eigelb und Petersilie zum Brät hinzugeben und sehr gut mischen!
Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzig abschmecken.

Teilen Sie die Hackfleischmasse nun in 4 Portionen und drücken sie mit feuchten Händen jede Portion so breit, dass Sie jeweils ein Ei damit vollständig umhüllen können. Rollen sie danach jedes der umhüllten Eier zunächst im Eigelb (es empfiehlt sich, es zuvor ein wenig zu quirlen), danach im restlichen Paniermehl.

Die panierten Kugeln legen Sie am besten auf ein gefettetes Backblech und backen Sie auf mittlerer Stufe im vorgeheizten Backofen auf ca. 160° Celsius für etwa 20 Minuten. Der Hackfleischmantel wird knusprig, nicht aber sehr braun.


Anrichten

Lassen Sie die Eier etwas abkühlen und schneiden Sie sie mit einem scharfen Messer an (wie im Bild). Sie können Sie nun als Fingerfood anbieten (die Eier sind nicht fettig und stabil genug, um sie in der Hand zu essen).


Food Pairing: Kombinieren und Variieren

Die Eier sind ein vollständiger Snack. Sie können sie aber auch gut dippen (z.B. mit einer grünen Kräutersoße, hierzu frische Salatkräuter pürieren und mit Joghurt, einem Schuss Olivenöl und Zitronensaft sowie etwas Salz verrühren). 

Natürlich lassen sie sich auch beliebig zu einem vollen Hauptgericht kombinieren, ähnlich Frikadellen, Hackbraten oder falschem Hasen. Da sie, wenn man sie nicht frittiert, ein relativ leichtes Gericht abgeben, kann man sie beispielsweise gut mit Spargel oder Blumenkohl und Kartoffeln anrichten.

(Um den Scottish Eggs eine andere Richtung zu geben, könnte man in den Teig auch einen Schuss Muldoon Whiskey Likör geben, das gibt ihnen einen raffiniert vanillig-nussigen Ton.)


Ach ja, die Getränke:

Prinzipiell geht fast alles, Bier, Weißwein oder ein säurebetonter Saft.
Wir haben unsere Scottish Eggs mit einem Gläschen Bowmore Darkest genossen, dessen Süße und leichte Torfigkeit eine schöne Brücke zwischen Hackfleisch und Ei bildet.

Außerdem passt er, ebenso wie ein Weizenbier mit einem Schuss Mango, sehr gut zum unserem Nachtisch: Naturjoghurt (idealerweise mit 10% Fett) mit frischer Mango und etwas Kakaostaub, serviert im Cappucchinotässchen.

Und, Sie ahnen es, hier könnte man beliebig fortfahren, etwa mit einem Mokka, einem Espresso oder einem feinen Irish Gin mit Coldbrew-Eiswürfel.


Ostern kann kommen!